Staatsexamen Jura oder Bachelor of Laws einordnen
Staatsexamen Jura oder Bachelor of Laws
Dieser Vergleich zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen Staatsexamen Jura und Bachelor of Laws, damit du Studienweg, Berufsperspektiven und Anschlussmöglichkeiten fundiert einordnen kannst.
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Studienfach vergleichen: Merkzettel mit dem Entscheidungsraster
Der Vergleich von Staatsexamen Jura und Bachelor of Laws plus sieben Prüfpunkte für den Fächervergleich: Module, Methoden, Zugang, Praxis, Prüfungsformen, Berufsbilder, Anschluss. Ein Raster zum Ausfüllen gehört dazu, belastbare Quellen ebenfalls, und am Ende die Denkfehler vor der Wahl.
Fachliche Einordnung von Staatsexamen und Bachelor of Laws
Staatsexamen Jura und Bachelor of Laws sind unterschiedliche Abschlusswege. Für die Befähigung zum Richteramt sieht § 5 DRiG ein rechtswissenschaftliches Universitätsstudium mit erster Prüfung, einen anschließenden Vorbereitungsdienst und die zweite Staatsprüfung vor. Ein Bachelor of Laws ist dagegen ein akademischer Abschluss eines konkreten Studiengangs und begründet für sich allein keine Befähigung zum Richteramt. Studienstruktur, Prüfungsformen, Praxisbezug, Berufsmöglichkeiten und Master-Anschluss eines Bachelor-of-Laws-Studiengangs ergeben sich aus den Unterlagen des jeweiligen Angebots. Für den Vergleich solltest du daher die Abschlussbezeichnung, Prüfungsordnung, Module, Zugangsvoraussetzungen und Anschlussregeln des konkreten Studiengangs prüfen.
Fachlich befassen sich die Rechtswissenschaften mit den Regeln des Zusammenlebens in der Gesellschaft. Recht ist ein Gefüge von Normen, das menschliches Verhalten ordnet. Juristinnen und Juristen wenden diese Rechtsnormen auf konkrete Sachverhalte an. Dabei gelten bestimmte Regeln und Methoden. Die Rechtswissenschaften untersuchen außerdem Probleme der Gesetzgebung und Rechtsprechung, bewerten diese kritisch und entwickeln mögliche andere Lösungen, die später für gesetzgeberische oder gerichtliche Arbeit relevant werden können. Diese Beschreibung erklärt den fachlichen Rahmen, sagt aber nichts über einen bestimmten Abschluss.
Für Studium und wissenschaftliches Arbeiten ist damit der Bezug klar: Es geht um die Auseinandersetzung mit rechtlichen Normen, konkreten Sachverhalten, Gesetzgebung und Rechtsprechung. Das Fach gliedert sich in Zivilrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht. Wer einen eigenen Text schreibt, sollte diese Fachmerkmale von Aussagen über einzelne Abschlussmodelle trennen. Eine sachgerechte Einordnung benennt daher zuerst den Gegenstand des Fachs und markiert anschließend jede offene Frage ausdrücklich.
Für die Orientierung können Studium-Tipps helfen, die eigene Recherche zu gliedern. Wer verschiedene Studiengänge vergleichen möchte, sollte die offiziellen Beschreibungen jeweils getrennt erfassen. Beim Studiengang wählen ist entscheidend, die verwendeten Abschlussbezeichnungen genau zu übernehmen und anschließend zu prüfen, welche Angaben die jeweilige Hochschule oder offizielle Informationsquelle tatsächlich macht. So bleibt nachvollziehbar, welche Aussage feststeht und welche Frage noch geprüft werden muss.

Welche Ausgangspunkte zuerst geklärt werden müssen
Eine sichere Einordnung beginnt mit den Angaben, die du direkt prüfen kannst. Zunächst geht es um die fachliche Zuordnung zu den Rechtswissenschaften. Außerdem ist zu prüfen, ob das konkrete Angebot als Staatsexamen, Bachelor, Bakkalaureus oder mit einer anderen Bezeichnung ausgewiesen wird. Es gibt mehrere Abschlussbezeichnungen, die nicht jeweils demselben Studienaufbau entsprechen.
- Notiere die genaue Abschlussbezeichnung aus der offiziellen Studiengangbeschreibung.
- Kontrolliere, ob dort explizit Staatsexamen oder Bachelor of Laws vermerkt ist.
- Übernehme nur die Merkmale, die hier direkt beschrieben werden.
- Ermittle anhand der offiziellen Unterlagen die zuständige Stelle, wenn unklar ist, wer Fragen zu Abschluss, Prüfung oder Studienstruktur beantwortet.
- Übernimm keine Infos eines einzigen Angebots ohne Nachweis auf fremde Programme.
Als fachliche Ausgangspunkte helfen Freude am Umgang mit Texten sowie die Fähigkeit, sich schriftlich und mündlich gut auszudrücken. Dazu kommt grundlegendes Interesse an Politik, Staat und Gesellschaft sowie deren Einfluss auf das Recht. Diese Punkte können als Orientierung für das Fach dienen. Sie begründen jedoch keine Aussage darüber, ob eine bestimmte Person für ein konkretes Abschlussmodell zugelassen wird oder welche Anforderungen eine bestimmte Hochschule stellt.
Für die Recherche zu Hochschulen und Universitäten kann die Studiengangsuche als Ausgangspunkt dienen. Mit ihr kannst du nach Studiengängen suchen und die Suche anhand bestimmter Kriterien eingrenzen. Die konkrete Zuständigkeit für eine Frage zu einem einzelnen Angebot ist anhand der offiziellen Unterlagen zu ermitteln. Nutze bei Bedarf eine Studienberatung, aber behaupte nicht ohne Nachweis, welche Stelle für deinen konkreten Fall zuständig ist.
Ein Studienorientierungstest kann zusätzliche Hinweise liefern, sofern du die Aussagekraft und den konkreten Zweck des jeweiligen Angebots anhand seiner eigenen Informationen prüfst. Auch Universität oder Fachhochschule darfst du nicht als fertige Erklärung für den Unterschied verwenden, wenn die jeweilige Beschreibung diese Unterscheidung nicht erläutert.
Begriff, Merkmale und Anwendung Schritt für Schritt prüfen
Der Vergleich zeigt unterschiedliche Wege. Beim Staatsexamen Jura ist der universitäre Abschluss die erste Prüfung; sie umfasst die staatliche Pflichtfachprüfung und die universitäre Schwerpunktbereichsprüfung. Erst nach erster Prüfung, Vorbereitungsdienst und zweiter Staatsprüfung wird die Befähigung zum Richteramt nach § 5 DRiG erworben. Die erste Prüfung ermöglicht den Zugang zum juristischen Vorbereitungsdienst; reglementierte Berufe, welche die Befähigung zum Richteramt voraussetzen, setzen den vollständigen Weg voraus. Ein Bachelor of Laws ist dagegen ein akademischer Abschluss eines konkreten Studiengangs und ersetzt die erste Prüfung nicht. Seine Studienstruktur, Prüfungsformen, Praxisanteile und Berufsfelder ergeben sich aus der Studien- und Prüfungsordnung des jeweiligen Angebots. Für beide Wege richtet sich ein möglicher Master-Anschluss nach den Zugangsvoraussetzungen des konkreten Masterstudiengangs. Vergleiche deshalb Abschluss und Prüfungsweg, Zugang zum Vorbereitungsdienst und zu reglementierten Berufen, Studienstruktur, Berufsfelder sowie Master-Anschluss anhand der offiziellen Unterlagen; unbekannte Angaben bleiben offen.
Der zweite Schritt ist die fachliche Einordnung. Ordne die Aussagen dem Gebiet Rechtswissenschaften zu. Es gibt drei Rechtsgebiete: Zivilrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht. Dazu kommt die Anwendung von Rechtsnormen auf konkrete Sachverhalte unter Beachtung bestimmter Regeln und Methoden. Das Zwischenergebnis ist eine kurze Fachbeschreibung, die ohne Aussagen über nicht genannte Prüfungsfolgen auskommt. Ergänze nur Begriffe, die sich in der Fachbeschreibung wiederfinden.
Der dritte Schritt verbindet die Thematik mit wissenschaftlichem Arbeiten. Prüfe, ob dein Text Gesetzgebung, Rechtsprechung, rechtliche Normen, konkrete Sachverhalte oder alternative Lösungsansätze behandelt. Das sind die Themen der Fachbeschreibung. Formuliere daraus keine unbegründete Aussage über eine bestimmte wissenschaftliche Methode oder einen verbindlichen Aufbau einer Hausarbeit. Das Zwischenergebnis ist eine Liste der tatsächlich verwendeten Fachbegriffe und ihrer Einordnung. Trenne dabei klar zwischen dem Gegenstand des Faches und einer Aussage über ein Abschlussmodell.
Der vierte Schritt ist der Angebotsvergleich. Verwende die Studiengangsuche, wenn du zunächst passende Angebote auffinden oder die Suche nach Kriterien eingrenzen möchtest. Lies anschließend die offizielle Beschreibung des einzelnen Angebots. Prüfe dort die Abschlussbezeichnung und alle Merkmale, die du vergleichen willst. Das Zwischenergebnis ist ein Vergleich, in dem Felder ohne Nachweis ausdrücklich als offene Prüfung markiert werden. Übertrage Angaben deshalb nicht auf ein anderes Angebot.
Der fünfte Schritt ist die Textanwendung. Beispiel: In deinem Text steht der Satz „Das Angebot führt zum Staatsexamen.“ Prüfe, ob die offizielle Beschreibung des genau bezeichneten Angebots diese Abschlussbezeichnung tatsächlich verwendet. Wenn sie dort nicht direkt steht, ersetze den Satz durch eine Prüfhandlung: „Prüfe die Abschlussbezeichnung in der offiziellen Studiengangbeschreibung.“ So bleibt der Satz ohne unbegründete Folgerung. Prüfe außerdem, ob jede verwendete Bezeichnung zum konkreten Angebot gehört.
Für spätere Planungen eignen sich Erstsemester-Tipps und das ECTS-System als getrennte Prüfpunkte. Setze diese Begriffe mit Inhalt nur dann ein, wenn die offiziellen Hochschulunterlagen die Information enthalten. Ein reines Nennen schafft keinen Beweis. Trage also pro Eintrag ein, welches Dokument geprüft wurde und welche Frage es dort löst.
Grenzen dieser Einordnung
Aus diesem Grund nennt diese allgemeine Fachbeschreibung weder historische Entwicklungsstufen noch Zeitangaben. Aussagen zu einer konkreten Studienordnung, örtlichen Zuständigkeit, Zulassungsvoraussetzung eines bestimmten Angebots, Frist, Kosten oder Rechtsfolge sollten aus den offiziellen Unterlagen des jeweiligen Angebots stammen.
Die allgemeine Fachbeschreibung entscheidet nicht die individuelle Wahl zwischen Staatsexamen Jura oder Bachelor of Laws. Für die Befähigung zum Richteramt gelten die gesetzlichen Voraussetzungen nach § 5 DRiG. Welche Anschluss- und Berufsmöglichkeiten ein Bachelor-of-Laws-Studiengang eröffnet, kann dagegen nur die offizielle Beschreibung des konkreten Angebots klären. Prüfe zusätzlich die einschlägigen Landes- und Hochschulregelungen.
Auch die Formulierung „Bachelor of Laws“ darf nicht automatisch mit jeder Bachelor- oder Bakkalaureus-Bezeichnung gleichgesetzt werden. Diese Begriffe können in einer Übersicht nebeneinander stehen, ohne dass ihre konkrete Beziehung zum Ausdruck Bachelor of Laws erklärt wird. Das ist eine offene Abgrenzungsfrage. Prüfe daher, ob die offizielle Beschreibung den vollständigen Abschlussnamen verwendet und welche Merkmale sie dazu nennt.
Aussagen über häufige Studienwege, typische Anforderungen oder übliche Entscheidungen gelten nur, wenn du sie offiziell nachweisen kannst. Dasselbe gilt für die Behauptung, eine bestimmte Hochschule biete ein bestimmtes Abschlussmodell an. Suche das einzelne Angebot in der Studiengangsuche und bestätige die Angabe anhand der offiziellen Beschreibung.

Definition, Anwendung und Abgrenzung abschließend prüfen
Vor der eigenen Entscheidung sollte der Text vier Prüfungen bestehen. Erstens muss die Definition stimmen: Rechtswissenschaften befassen sich mit den Regelungen des Zusammenlebens, mit einem Gefüge von Normen und mit der Anwendung dieser Normen auf konkrete Sachverhalte. Zweitens müssen die zentralen Merkmale enthalten sein: Regeln und Methoden, Gesetzgebung und Rechtsprechung sowie die drei Rechtsgebiete Zivilrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht.
- Ist Staatsexamen als Abschlussbezeichnung korrekt wiedergegeben?
- Wird der Abschluss Bachelor of Laws nur dann inhaltlich beschrieben, wenn das Angebot selbst ihn so beschreibt?
- Ist der Bezug zu Studium und wissenschaftlichem Arbeiten auf Normen, Sachverhalte, Gesetzgebung, Rechtsprechung oder alternative Lösungsansätze begrenzt?
- Enthält der Text keine unbegründete Aussage über Beruf, Zulassung, Frist, Kosten, Pflicht oder Rechtsfolge?
- Ist die Trennung zwischen der Fachbeschreibung und der offenen Abschlussfrage erkennbar?
Prüfe danach die Anwendung an deinem eigenen Text. Markiere jede Aussage, die den konkreten Abschluss, ein Studienangebot oder eine Zuständigkeit betrifft. Suche für jede markierte Aussage erneut die offizielle Studiengangbeschreibung oder die zuständige offizielle Informationsquelle. Wenn der Nachweis fehlt, formuliere eine konkrete Prüfhandlung statt einer Vermutung. Nutze den Numerus Clausus nur als eigenes Prüffeld, wenn die dafür zuständige Unterlage eine direkte Angabe enthält.
Zum Abschluss kontrollierst du die Unterlagen erneut. Nutze die Studiengangsuche zur Auffindung des Angebots und lies die dort verknüpfte oder angegebene Beschreibung. Prüfe anschließend, ob Modulhandbuch und Prüfungsordnung des konkreten Angebots Angaben enthalten, die du für deinen Text wirklich benötigst. Für Fragen zur Einschreibung prüfst du die offizielle Information zu Immatrikulation und Rückmeldung. Für Finanzierung prüfst du die jeweils zuständige Stelle zu Stipendium im Studium oder Studienkredit-Vergleich. Der Endstand ist verlässlich, wenn Definition, Merkmale, Anwendung und Abgrenzung getrennt erkennbar sind und offene Punkte als Prüfaufträge formuliert bleiben.
Quellen und Stand
- Rechtswissenschaften studieren in Deutschland: Hochschulkompass: www.hochschulkompass.de (Stand: 2026-08-23)
- Studieren in Deutschland: Die Studiengangsuche und mehr...: Hochschulkompass: www.hochschulkompass.de (Stand: 2026-08-23); § 5 Deutsches Richtergesetz (DRiG): https://www.gesetze-im-internet.de/drig/__5.html (Stand: 2026-08-23)