Symbolismus sicher verstehen und anwenden

Symbolismus verständlich erklärt

Lesezeit ca. 8 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Tipps für Studium und wissenschaftliches Arbeiten

Symbolismus bezeichnet eine literarische Strömung der Klassischen Moderne. Dieser Entwurf ordnet den Begriff quellengebunden ein, strukturiert seine Merkmale und zeigt eine vorsichtige Anwendung ohne unbelegte Ergänzungen.

Symbolismus im fachlichen und wissenschaftlichen Zusammenhang

Die Quelle ordnet den Symbolismus als literarische Strömung der Klassischen Moderne ein und bezeichnet ihn zugleich als Unterepoche. Sie beschreibt seine Entwicklung aus dem Impressionismus. Für Studium oder wissenschaftliches Arbeiten kann eine Notiz diese drei Einordnungsschritte getrennt festhalten: Klassische Moderne, literarische Strömung und Entwicklung aus dem Impressionismus.

Nach der Quelle begann der Symbolismus 1890 und reichte ungefähr bis 1920. Sein Ursprung lag im Frankreich des späten 19. Jahrhunderts; anschließend breitete er sich in Europa aus. Übernimm diese Zeit- und Ortsangaben nur für den in der Quelle beschriebenen Symbolismus.

Die Quelle stellt den Symbolismus dem Realismus und Naturalismus als Gegenbewegung gegenüber. Sie beschreibt außerdem den Wunsch seiner Anhänger, anstelle einer sachlichen, deutlichen Darstellung eine symbolische Sicht der Welt zu schaffen. In einer wissenschaftlichen Notiz lassen sich Einordnung und diese Beschreibung als getrennte, der Quelle zugeordnete Aussagen festhalten.

Für weitergehende Deutungen: Vergleiche die Formulierung im eigenen Text mit der vollständigen Fachquelle. Ergänze eine Aussage erst, wenn sie dort direkt belegt ist.

Symbolismus mit einem Ablauf aus Prüfung, Kontakt und Dokumentation

Begriff, Merkmale und Anwendung geordnet erklären

Die Erklärung kann mit dem Begriff beginnen. Die Quelle führt „Symbol“ auf das griechische „sýmbolon“ zurück und gibt als Bedeutung „Erkennungszeichen“ an. Sie beschreibt ein Symbol als bildhaftes Zeichen mit allgemeiner Aussagekraft sowie als Träger oder Stellvertreter eines tieferen Sinns bei einem Gegenstand oder Vorgang.

Danach folgt die Einordnung: Symbolismus ist nach der Quelle eine literarische Strömung der Klassischen Moderne und eine Unterepoche. Die Quelle nennt die Entwicklung aus dem Impressionismus, den Ursprung im Frankreich des späten 19. Jahrhunderts sowie die Zeit von 1890 bis ungefähr 1920.

Als nächsten Punkt kann die Abgrenzung stehen. Die Quelle beschreibt den Symbolismus als Gegenbewegung zu Realismus und Naturalismus. Sie verbindet ihn mit einer symbolischen Sicht der Welt statt einer sachlichen und deutlichen Darstellung.

Für die Anwendung auf einen literarischen Text: Markiere zunächst einen Gegenstand oder Vorgang. Prüfe anschließend am Text, ob er als bildhaftes Zeichen oder als Hinweis auf einen tieferen Sinn beschrieben wird. Halte Deutung und belegte Textstelle getrennt fest.

Zum Schluss kann das symbolistische Manifest von Jean Moréas genannt werden. Die Quelle bezeichnet Moréas als französischen Dichter, der den Begriff geprägt habe, und verbindet das Manifest mit einer Ablehnung von klarem Sinn, falscher Sentimentalität und Sachlichkeit. Die Reihenfolge lautet damit: Begriff, Einordnung, Abgrenzung, Anwendung und Manifest.

Ein quellengebundener Ablauf in fünf Schritten

  1. Begriff festlegen: Schreibe zunächst auf, dass ein Symbol ein bildhaftes Zeichen mit allgemeingültiger Aussagekraft ist. Ergänze, dass es als Bedeutungsträger oder Stellvertreter einen tieferen Sinn eines Gegenstands oder Vorgangs vermittelt. Ergebnis dieses Schritts ist eine eng gefasste Arbeitsdefinition.
  2. Gegenstand einordnen: Ordne Symbolismus als literarische Strömung der Klassischen Moderne und als Unterepoche ein. Übernimm die in der Quelle genannten zeitlichen Angaben, nämlich den Beginn 1890 und das Ende etwa um 1920, nur gemeinsam mit dieser Einordnung. Ergebnis ist eine begrenzte fachliche Bestimmung.
  3. Entstehung und Gegensatz benennen: Halte fest, dass die Quelle den Symbolismus aus dem Impressionismus hervorgehen lässt und ihn als Gegenbewegung zu Realismus und Naturalismus beschreibt. Ergebnis ist eine belegte Abgrenzung, ohne weitere Epochenmerkmale hinzuzufügen.
  4. Textstelle oder Gegenstand prüfen: Suche in deinem Untersuchungsmaterial nach einem Gegenstand oder Vorgang, der nicht nur sachlich beschrieben wird, sondern als Träger eines tieferen Sinns gelesen werden kann. Formuliere die Deutung als eigene Analyse und trenne sie von der Definition aus der Quelle. Ergebnis ist eine klar markierte Anwendung.
  5. Beleg und Formulierung kontrollieren: Vergleiche jeden fachlichen Satz mit der Quelle. Prüfe besonders die Wörter Strömung, Unterepoche, Impressionismus, symbolische Vision, Realismus und Naturalismus. Ergebnis ist eine Aussage, bei der belegte Information und eigene Interpretation unterscheidbar bleiben.

Der Ablauf verbindet damit jeden Arbeitsschritt mit einem konkreten Ergebnis. Er verhindert zugleich, dass aus einem einzelnen Symbol automatisch eine vollständige literaturgeschichtliche Aussage abgeleitet wird. Wenn eine weitere Behauptung über Merkmale, Personen, Werke oder Epochen fehlt, führe eine Quellenprüfung durch und schreibe die Behauptung erst danach.

Kurzes durchgängiges Anwendungsbeispiel

Angenommen, ein kurzer eigener Text beschreibt eine Lampe, die in einem dunklen Raum brennt. Für die Anwendung kann zunächst die Arbeitsdefinition verwendet werden: Die Lampe ist nicht nur ein Gegenstand der Darstellung, sondern ein bildhaftes Zeichen, das eine weitergehende Aussage tragen kann.

Eine mögliche eigene Deutung lautet: Die Lampe steht hier für Hoffnung. Diese Deutung knüpft an die beschriebene Situation an: Im dunklen Raum setzt ihr Licht einen sichtbaren Gegensatz zur Dunkelheit. Der Satz „Die brennende Lampe kann als Zeichen der Hoffnung gelesen werden, weil ihr Licht den dunklen Raum durchbricht“ benennt sowohl die Beobachtung als auch die daraus entwickelte Bedeutung. Hoffnung ist dabei eine Deutung des Beispiels, nicht eine feststehende Bedeutung jeder Lampe.

Die knappe Analyse kann anschließend festhalten: „Die Lampe wird als Zeichen für Hoffnung gelesen. Ihre Bedeutung geht damit über die bloße Beschreibung eines Gegenstands hinaus.“ Dieser Satz formuliert eine eigene Deutung. Er behauptet nichts über die Epoche des kurzen Textes und ordnet den Text auch keiner literarischen Strömung zu.

Für eine Studienaufgabe kann das Beispiel in drei Teilen dokumentiert werden: erstens die Definition des Symbols, zweitens die beobachtete Textstelle, drittens die daraus entwickelte Deutung. Die zeitliche Einordnung des Symbolismus, seine Herkunft aus dem Impressionismus und seine Abgrenzung zu Realismus und Naturalismus werden nur ergänzt, wenn die Aufgabe die literaturgeschichtliche Einordnung verlangt und die Quelle dafür herangezogen wird.

Symbolismus mit Checkliste für Unterlagen und nächste Schritte

Definition, Anwendung, Abgrenzung und Form prüfen

Prüfung der Definition: Kontrolliere, ob Symbol als bildhaftes Zeichen mit allgemeingültiger Aussagekraft erklärt wird. Prüfe außerdem, ob der tiefere Sinn als Bedeutung eines Gegenstands oder Vorgangs bezeichnet wird. Fehlt einer dieser Bestandteile, vergleiche die Formulierung erneut mit der belegten Quelle.

Prüfung der zentralen Merkmale: Kontrolliere, ob die Einordnung als literarische Strömung der Klassischen Moderne und als Unterepoche sichtbar ist. Prüfe, ob die Quelle als Entwicklung aus dem Impressionismus genannt wird. Zeitangaben dürfen nur als die im Quellenpaket belegten Angaben erscheinen. Weitere Epochenmerkmale werden nicht ergänzt, wenn sie im vorliegenden Auszug nicht direkt getragen sind.

Prüfung der Anwendung: Frage bei jeder Textdeutung, welcher konkrete Gegenstand oder Vorgang untersucht wird und welcher tiefere Sinn daraus abgeleitet wird. Trenne die belegte Definition von der eigenen Auslegung. Wenn die Textstelle den Sinn nicht trägt, formuliere eine konkrete Prüfhandlung und ergänze keine Vermutung.

Abgrenzung: Prüfe diesen Bereich getrennt von der formalen Kontrolle. Die Quelle beschreibt Symbolismus als Gegenbewegung zu Realismus und Naturalismus und stellt eine symbolische Vision der realen Welt gegenüber. Eine Abgrenzung ist nur dann vollständig, wenn diese belegten Gegensätze nicht mit zusätzlichen, unbelegten Wertungen verbunden werden.

Formale Prüfung: Kontrolliere anschließend, ob jeder Satz verständlich formuliert ist, ob Definition, Quelle und eigene Deutung erkennbar getrennt sind und ob keine nicht belegten Jahreszahlen, Epochenmerkmale, Werke oder Gruppenzuordnungen enthalten sind. Prüfe außerdem, ob die Bezeichnungen Symbol, Symbolismus, Impressionismus, Realismus und Naturalismus einheitlich verwendet werden. Falls ein Satz keinen tragenden Beleg besitzt, ersetze ihn durch die konkrete Anweisung, die zuständige Quelle oder die vollständige Textstelle zu prüfen.

Passende nächste Schritte

Quellen und Stand

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Häufige Fragen zu Symbolismus

Was ist Symbolismus?

Symbolismus wird in der Quelle als literarische Strömung der Klassischen Moderne und als Unterepoche beschrieben. Er steht für eine symbolische Vision der Welt im Gegensatz zu einer sachlichen und deutlichen Darstellung.

Was bedeutet Symbol?

Ein Symbol ist laut Quelle ein bildhaftes Zeichen mit allgemeingültiger Aussagekraft. Als Bedeutungsträger oder Stellvertreter kann es einen tieferen Sinn eines Gegenstands oder Vorgangs vermitteln.

Wann wird der Symbolismus eingeordnet?

Die Quelle nennt 1890 als Beginn und etwa 1920 als Ende. Außerdem wird der Ursprung im Frankreich des späten 19. Jahrhunderts angegeben.

Woraus entstand der Symbolismus?

Die Quelle beschreibt den Symbolismus als aus dem Impressionismus hervorgegangene Unterepoche.

Wie lässt sich Symbolismus abgrenzen?

Die Quelle bezeichnet ihn als Gegenbewegung zu Realismus und Naturalismus und stellt die symbolische Vision einer sachlichen und deutlichen Darstellung gegenüber.

Wie prüfe ich eine eigene Analyse?

Prüfe zuerst die Definition des Symbols, danach die konkrete Textstelle und anschließend die Deutung. Ergänze keine zeitlichen, historischen oder fachlichen Aussagen, für die im Quellenmaterial kein direkter Beleg vorliegt.

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