Informatik-Lektorat für Abschlussarbeiten mit Code und Formeln

Wenn Quelltext, Formelsatz und Fließtext zusammenpassen müssen

Lesezeit ca. 7 Min. · aktualisiert: 28. Juli 2026 · zur Akademie

Ein Informatik-Lektorat prüft mehr als Rechtschreibung: In einer Abschlussarbeit der Informatik oder Wirtschaftsinformatik stehen Codelistings, Pseudocode, Formeln, Architekturdiagramme und englische Fachbegriffe direkt neben dem Fließtext. Wer hier korrigiert, muss wissen, dass eine Variable klein bleibt, ein Framework-Name seine Schreibweise behält und ein Listing nicht wie ein Zitat behandelt wird. Diese Seite zeigt konkret, was wir anfassen und was nicht.

Die drei Sprachebenen einer Informatikarbeit

Arbeiten in der Informatik mischen drei Ebenen, die jeweils eigenen Regeln folgen. Der deutsche Fließtext erklärt und argumentiert. Die englische Fachterminologie benennt Konzepte, für die es keine etablierte deutsche Entsprechung gibt. Die formale Notation aus Quelltext, Pseudocode und Formeln ist streng genommen gar keine Sprache im sprachlichen Sinn, sondern Notation.

Ein Satz wie „Der Scheduler weist dem Thread eine Priorität zu“ ist fachlich korrekt und darf nicht eingedeutscht werden. Gleichzeitig verlangen die meisten Prüfungsordnungen durchgängiges Deutsch im erklärenden Teil. Das Lektorat zieht diese Grenze konsequent, statt jeden Anglizismus zu tilgen oder jeden unbesehen stehen zu lassen.

Praktisch heißt das: Etablierte Termini wie Deadlock, Repository oder Pipeline bleiben stehen. Vereinheitlicht werden Artikelgebrauch, Deklination und Schreibweise über die gesamte Arbeit. Wo eine deutsche Entsprechung im Fach gebräuchlich ist, etwa Entwurfsmuster statt Design Pattern, entscheidest du beim Upload, welche Variante gelten soll.

Informatik-Lektorat: geprüfte Elemente rund um Codelistings
Informatik-Lektorat für Abschlussarbeiten mit Code und Formeln im Überblick.

Was mit deinem Quelltext passiert

Nichts. Wir fassen Code nicht an, weil jede sprachliche Änderung dort das Programm verändern würde. Ein Lektorat, das in einem Listing ein Komma korrigiert, produziert im schlimmsten Fall einen Syntaxfehler in einer Arbeit, die längst abgegeben ist.

Geprüft wird stattdessen alles um das Listing herum:

  • die Listing-Unterschrift und ihre Nummerierung
  • der Verweis im Fließtext, der auf das richtige Listing zeigen muss
  • Kommentare im Code, sofern du sie ausdrücklich freigibst
  • der erklärende Absatz davor und danach
  • Bezeichner, die im Fließtext genannt werden und dort in nichtproportionaler Schrift stehen sollten

Genau der letzte Punkt fällt Prüfenden auf. Wenn eine Variable userId im Text plötzlich als „UserID“ oder „User-ID“ auftaucht, wirkt die Arbeit unsauber, obwohl der Code stimmt.

LaTeX-Arbeiten: Wie die Korrekturen zu dir zurückkommen

Viele Informatikarbeiten entstehen in LaTeX, und dort ist eine direkte Korrektur im Quelldokument riskant: Ein versehentlich geänderter Befehl bricht den Satz. Deshalb arbeiten wir bei LaTeX mit dem kompilierten Dokument.

Du lädst das kompilierte PDF hoch. Wir kommentieren darin und liefern zusätzlich eine strukturierte Fehlerliste mit Seiten- und Zeilenbezug. Damit überträgst du die Korrekturen selbst in die tex-Dateien und behältst die Kontrolle über den Quelltext.

Bei Word-Arbeiten entfällt dieser Umweg: Dort arbeiten wir mit Änderungsverfolgung, und du nimmst jede Korrektur einzeln an oder verwirfst sie.

Der Evaluationsteil ist die kritischste Stelle

In der Evaluation entscheidet sich, ob eine Arbeit überzeugt, und dort finden wir die meisten sprachlichen Probleme. Der häufigste ist die unmarkierte Verallgemeinerung: Aus „in unserem Testszenario mit 500 Anfragen pro Sekunde“ wird im Fazit „das System skaliert gut“, ohne dass die Einschränkung mitwandert.

Wir markieren solche Stellen als Kommentar, ohne deine Bewertung zu ändern. Ebenso achten wir darauf, dass Messwerte einheitlich berichtet werden: gleiche Einheit, gleiche Nachkommastellen, gleiche Bezeichnung der Testkonfiguration über alle Tabellen hinweg. Bei Arbeiten mit mehreren Messreihen ist das erfahrungsgemäß die größte Fehlerquelle.

Informatik-Lektorat: Ablauf bei LaTeX-Arbeiten

Was ein Lektorat in der Informatik nicht leisten kann

Wir bewerten keine Algorithmen und finden keine Programmierfehler. Ob deine Komplexitätsanalyse stimmt, ob die gewählte Datenstruktur passt oder ob die Evaluation methodisch trägt, bleibt Sache von dir und deiner Betreuung.

Diese Grenze ist bewusst gesetzt: Ein Lektorat, das inhaltlich eingreift, würde die Eigenständigkeit der Arbeit berühren. Wir sorgen dafür, dass die sprachliche und formale Ebene die fachliche Leistung nicht verdeckt, und halten uns von allem fern, was darüber hinausgeht.

Preise und Ablauf für Informatikarbeiten

Das Standard-Lektorat kostet 4,90 € pro Normseite bei fünf Werktagen Lieferzeit. Eine Normseite umfasst 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen. Codelistings, Formelblöcke und der Anhang mit Quelltext zählen wir nicht als Fließtext, du zahlst also nur für den Teil, der tatsächlich lektoriert wird.

Für eine Masterarbeit mit 70 Normseiten Fließtext sind das rund 343 Euro, für eine Bachelorarbeit mit 45 Seiten rund 221 Euro. Express liefern wir für 6,90 € in 48 Stunden oder 8,90 € in 24 Stunden. Vorab lektorieren wir eine Seite kostenlos, damit du siehst, wie wir mit Fachbegriffen und Listings umgehen.

Weiterführend: Informatik-Themen im Überblick, LaTeX und Overleaf, Projektdokumentation Fachinformatiker und Preise im Überblick.

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Häufige Fragen zum Informatik-Lektorat

Korrigiert ihr auch den Quelltext selbst?

Nein. Wir fassen Code nicht an, weil eine sprachliche Änderung dort das Programm verändern würde. Geprüft werden Beschriftungen, Verweise, Kommentare nach Freigabe und der erklärende Text um das Listing herum.

Wie läuft das bei einer LaTeX-Arbeit?

Du lädst das kompilierte PDF hoch. Wir kommentieren darin und liefern eine Fehlerliste mit Seiten- und Zeilenbezug, sodass du die Korrekturen sicher in die tex-Dateien überträgst, ohne dass jemand Befehle verändert.

Bleiben englische Fachbegriffe erhalten?

Ja. Etablierte Termini wie Deadlock, Repository oder Pipeline bleiben stehen. Vereinheitlicht werden Schreibweise, Artikel und Deklination über die gesamte Arbeit.

Zählen Codeseiten zum Preis?

Nein. Reine Listings, Formelblöcke und der Quelltext-Anhang gehen nicht in die Normseitenberechnung ein. Du zahlst nur für den lektorierten Fließtext.

Prüft ihr meine Evaluation inhaltlich?

Nein, aber wir markieren, wenn eine Aussage im Fazit über das hinausgeht, was die dargestellten Messwerte hergeben. Die Bewertung selbst bleibt deine.

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