G*Power Stichprobenberechnung: die Anleitung
G*Power für die Stichprobenberechnung nutzen
Für die Stichprobenberechnung in der empirischen Forschung ist G*Power das Standardwerkzeug. Diese Anleitung führt dich durch alle vier Schritte: den passenden Test auswählen, die Effektstärke bestimmen, die Power festlegen und daraus die nötige Stichprobengröße ableiten. Wer seine Bachelor- oder Masterarbeit methodisch absichern will, kommt an G*Power kaum vorbei. Das Programm ist gratis, schnell erlernt und gehört in jeden sauberen Methoden-Workflow.
Was G*Power kann
Mit G*Power lässt sich berechnen, wie viele Fälle ein Test benötigt, um einen Effekt bei gewünschter Power überhaupt aufzudecken. Diese Anleitung macht deutlich: Eine sorgfältige Stichprobenberechnung bewahrt dich vor unterpowerten Studien ebenso wie vor unnötig aufgeblähten Samples. Als kostenfreies Programm ist G*Power hier längst Standard. Wer die Stichprobenberechnung sauber dokumentiert, erleichtert sich die Methodik und die quantitative Forschung.

Effektstärke, Alpha und Power
Drei Angaben steuern jede G*Power Stichprobenberechnung: die Effektstärke, das Alpha-Niveau und die angestrebte Power. Die Effektstärke gewinnst du aus Vorstudien oder aus bewusst vorsichtigen Annahmen, Alpha liegt üblicherweise bei 0,05, die Power bei 0,80 bis 0,95. Fehlt dir eine Schätzung der Effekte, hilft ein Blick auf Cohens d und Eta sowie auf die deskriptive Statistik vergleichbarer Studien.
Welche Tests G*Power abdeckt
Abgedeckt sind der t-Test, die ANOVA, Korrelationen und Regressionsanalysen. Das Vorgehen bleibt dabei stets dasselbe, die Anleitung lautet: Test auswählen, Eingabefelder füllen, n berechnen lassen. Bei anspruchsvolleren Modellen wie Strukturgleichungsmodellen oder Mediation und Moderation ergänzt du G*Power um Faustregeln oder Monte-Carlo-Simulationen.

A-priori und post-hoc
Vor der Datenerhebung ist die a-priori G*Power Stichprobenberechnung die seriöse Wahl. Post-hoc-Power gilt dagegen als umstritten und ersetzt keine im Voraus geplante Stichprobenberechnung. Diese Anleitung rät, den a-priori-Wert samt zugrunde liegender Annahmen offen darzulegen. Wer Umfragen plant oder Interviews führt, hält die Stichprobenberechnung im Methodenteil fest.
Bericht und Grenzen
In den Bericht gehören Test, Effektstärke, Alpha, Power und n. Nur so bleibt die G*Power Stichprobenberechnung für andere nachvollziehbar. Zu den Grenzen zählen zu optimistische Effektannahmen, Drop-out sowie abhängige Stichproben. Vor der Abgabe zahlen sich ein Lektorat, eine Plagiatsprüfung und ein KI-Check aus.
Steht die nötige Fallzahl fest, folgt die Rekrutierung: Probanden für Experimente finden und Teilnehmer für Befragungen finden.

