G*Power Stichprobenberechnung — die Anleitung

G*Power für die Stichprobenberechnung nutzen

Lesezeit ca. 8 Min. · aktualisiert: 10. April 2026 · zurück zum Blog

G*Power ist das Standard-Tool für Stichprobenberechnung in der empirischen Forschung. Diese Anleitung zur G*Power-Stichprobenberechnung zeigt dir: Test wählen, Effektstärke definieren, Power festlegen, Stichprobengröße berechnen. Wer G*Power für die Stichprobenberechnung nutzt, sichert seine Bachelor- oder Masterarbeit methodisch ab. G*Power ist kostenlos, intuitiv und in jedem Methoden-Workflow Pflicht.

Was G*Power leistet

Die G*Power Stichprobenberechnung liefert eine Anleitung, wie viele Fälle ein Test braucht, um einen Effekt mit gewünschter Power zu finden. Eine seriöse Stichprobenberechnung schützt vor unterpowerten Studien und vor unnötig grossen Samples. G*Power ist ein freies Tool und in der Stichprobenberechnung Standard. Wer eine saubere Stichprobenberechnung dokumentiert, erleichtert die Methodik und die quantitative Forschung.

Effektstärke, Alpha, Power

Drei Eingaben steuern die G*Power Stichprobenberechnung: Effektstärke, Alpha-Niveau und gewünschte Power. Die Effektstärke stammt aus Vorstudien oder konservativen Annahmen, Alpha liegt meist bei 0,05, Power bei 0,80 bis 0,95. Wer Effekte nicht kennt, orientiert sich an Cohens d und Eta und an der deskriptiven Statistik ähnlicher Studien.

Tests in G*Power

G*Power deckt den t-Test, die ANOVA, Korrelationen und Regressionsanalysen ab. Die Anleitung ist immer gleich: Test wählen, Eingaben füllen, n berechnen. Für komplexere Modelle wie Strukturgleichungsmodelle oder Mediation und Moderation kombiniert man G*Power mit Faustregeln oder Monte-Carlo-Simulationen.

A-priori und post-hoc

Die a-priori G*Power Stichprobenberechnung ist die seriöse Variante vor Datenerhebung. Post-hoc-Power ist umstritten und ersetzt keine geplante Stichprobenberechnung. Die Anleitung empfiehlt, den a-priori-Wert mit Annahmen offen zu legen. Wer Umfragen plant oder Interviews führt, dokumentiert die Stichprobenberechnung im Methodenteil.

Bericht und Schwächen

Im Bericht stehen Test, Effektstärke, Alpha, Power, n. So bleibt die G*Power Stichprobenberechnung prüfbar. Schwächen: optimistische Effektannahmen, Drop-out, abhängige Stichproben. Vor der Abgabe lohnen sich ein Lektorat, eine Plagiatsprüfung und ein KI-Check.

Du hast G*Power-Output und brauchst Feinschliff am Methodenteil? Wir lesen Korrektur.

Datei hochladen

Häufige Fragen

Welche Effektstärke nehme ich, wenn keine Vorstudie existiert?

Konservativ klein bis mittel, etwa d=0,3 oder f=0,15, je nach Test. Begründung in der Methodik offen legen.

Ist Power 0,80 ausreichend?

0,80 gilt als Mindestwert. 0,90 oder 0,95 sind in heiklen Designs sinnvoll. Die G*Power Stichprobenberechnung zeigt den Unterschied in n sofort.

Wie gehe ich mit Drop-out um?

n hochrechnen, etwa um 10-20 Prozent, je nach Setting. Bei Umfragen ist Drop-out hoch.

Kann ich G*Power für ANOVA mit Interaktion nutzen?

Ja, F-Tests mit Faktoren und Interaktion sind enthalten. Für komplexe Mediation und Moderation besser Simulation.

Was, wenn Daten nicht normalverteilt sind?

Effektstärken anpassen und nonparametrische Tests wählen. Die Inferenzstatistik zeigt, wie sich die Power ändert.

Wo dokumentiere ich die Stichprobenberechnung?

Im Methodenteil, mit Test, Effektstärke, Alpha, Power, n. Tipps in den Studi-Tipps.

Brauche ich Stichprobenberechnung in der Bachelorarbeit?

Ja, sobald inferenzstatistisch getestet wird. Vor Abgabe empfehlen wir Bachelorarbeit-Korrekturlesen.