Promotionsexposé schreiben — Anleitung und Aufbau
Promotionsexposé schreiben — die wichtigsten Bestandteile
Ein Promotionsexposé zu schreiben ist anspruchsvoller als ein Bachelor- oder Master-Exposé. Wer ein Promotionsexposé schreiben will, braucht eine ausgereifte Forschungsfrage, eine durchdachte Methodik und einen realistischen Zeitplan. Diese Anleitung zum Promotionsexposé zeigt dir den Aufbau, typische Stolperfallen beim Schreiben und Praxistipps. Ein gutes Promotionsexposé ist die Eintrittskarte zum Promotionsstipendium.
Promotionsexposé schreiben: Funktion und Umfang
Ein Promotionsexposé zu schreiben ist die formale Voraussetzung für die Annahme als Doktorand. Das Promotionsexposé umfasst je nach Hochschule 10-30 Seiten und beschreibt Thema, Forschungsstand, Forschungsfrage, Methode und Zeitplan. Wer ein Promotionsexposé schreiben will, sollte den Aufbau und die typischen Erwartungen kennen. Diese Anleitung zum Promotionsexposé zeigt dir Schritt für Schritt den Aufbau und gibt konkrete Hinweise zu jedem Abschnitt.
Aufbau eines Promotionsexposés
Ein Promotionsexposé folgt einer klaren Struktur: 1. Thema und Relevanz, 2. Forschungsstand und Forschungslücke, 3. Forschungsfrage und Hypothesen, 4. Theoretischer Rahmen, 5. Methode (siehe Methodik), 6. Zeitplan, 7. Vorläufige Gliederung, 8. Literatur. Wer ein Promotionsexposé schreibt, sollte jeden Abschnitt sauber abgrenzen — sie haben unterschiedliche Funktionen für den Lesenden im Lehrstuhl und in der Promotionskommission.
Forschungsfrage und Methodik im Promotionsexposé
Die Forschungsfrage ist das Herz des Promotionsexposés. Sie muss klar, beantwortbar und originell sein. Methodisch zeigst du im Promotionsexposé, dass du das Handwerk beherrschst — qualitative Inhaltsanalyse, quantitative Verfahren, Mixed Methods, Archivforschung. Bei kumulativen Dissertationen beschreibst du im Promotionsexposé die geplanten Paper, ihre Beziehung untereinander und die Reihenfolge der Einreichung. Wer berufsbegleitend ein Promotionsexposé schreibt, sollte den Zeitplan defensiv ansetzen — siehe berufsbegleitend promovieren.
Zeitplan, Literatur, Feinschliff
Der Zeitplan im Promotionsexposé ist realistisch — drei bis vier Jahre für die Forschung, danach Disputation. Wer ein Promotionsexposé schreiben will, sollte Pufferzeit für Datenerhebung, Auslandsaufenthalte und Schreibphasen einplanen. Die Literaturliste umfasst 30-80 Titel und zeigt, dass du das Feld überblickst. Ein professionelles Lektorat oder wissenschaftliches Korrekturlesen des Promotionsexposés ist gut investiert — Tippfehler in einem 25-Seiten-Dokument an einen Lehrstuhl sind unnötig. Wer das Promotionsexposé an die DFG oder eine Graduiertenschule schickt, hat oft Stipendiengeber zu überzeugen.