Promotionsexposé schreiben: Anleitung und Aufbau
Promotionsexposé schreiben: die wichtigsten Bestandteile
Ein Promotionsexposé zu schreiben ist anspruchsvoller als ein Bachelor- oder Master-Exposé. Wer ein Promotionsexposé schreiben will, braucht eine ausgereifte Forschungsfrage, eine durchdachte Methodik und einen realistischen Zeitplan. Diese Anleitung zum Promotionsexposé zeigt dir den Aufbau, typische Stolperfallen beim Schreiben und Praxistipps. Ein gutes Promotionsexposé kann bei Bewerbungen um ein Promotionsstipendium ein wichtiges Dokument sein.

Promotionsexposé schreiben: Funktion und Vorgaben
Ob ein Promotionsexposé für die Annahme als Doktorand erforderlich ist und welchen Umfang es haben soll, richtet sich nach Fach, Hochschule und Promotionsordnung. Die formale Annahme oder Zulassung erfolgt durch das zuständige Gremium nach den jeweiligen Voraussetzungen; eine Betreuungszusage allein ersetzt dieses Verfahren nicht. Wer ein Promotionsexposé schreiben möchte, sollte die Vorgaben der Hochschule und die typischen Erwartungen kennen. Diese Anleitung zum Promotionsexposé erläutert den Aufbau Schritt für Schritt und gibt konkrete Hinweise zu jedem Abschnitt.
Aufbau eines Promotionsexposés
Ein Promotionsexposé kann sich in folgende Abschnitte gliedern: 1. Thema und Relevanz, 2. Forschungsstand und Forschungslücke, 3. Forschungsfrage formulieren und gegebenenfalls Hypothesen, 4. theoretischer Rahmen, 5. Methode (siehe Methodik), 6. Zeitplan, 7. vorläufige Gliederung und 8. Literatur. Welche Bestandteile verlangt werden, ergibt sich aus den Vorgaben der jeweiligen Hochschule oder des Fördergebers.

Forschungsfrage und Methodik im Exposé
Die Forschungsfrage bildet das Zentrum des Promotionsexposés. Sie muss klar, beantwortbar und originell sein. Methodisch zeigst du im Promotionsexposé, dass du das Handwerk beherrschst, etwa bei qualitativer Inhaltsanalyse, quantitativen Verfahren, Mixed Methods oder Archivforschung. Bei kumulativen Dissertationen beschreibst du im Promotionsexposé die geplanten Paper, ihre Beziehung untereinander und die Reihenfolge der Einreichung. Wer berufsbegleitend promoviert, sollte den Zeitplan defensiv ansetzen, siehe berufsbegleitend promovieren.
Zeitplan, Literatur, Feinschliff
Der Zeitplan im Promotionsexposé ist realistisch, drei bis vier Jahre für die Forschung, danach Disputation. Wer ein Promotionsexposé schreiben will, sollte Pufferzeit für Datenerhebung, Auslandsaufenthalte und Schreibphasen einplanen. Die Literaturliste umfasst 30-80 Titel und zeigt, dass du das Feld überblickst. Ein professionelles Lektorat für die Dissertation oder wissenschaftliches Korrekturlesen des Promotionsexposés ist gut investiert, Tippfehler in einem 25-Seiten-Dokument an einen Lehrstuhl sind unnötig. Wer das Promotionsexposé an die DFG oder eine Graduiertenschule schickt, hat oft Stipendiengeber zu überzeugen.



