Promotion finanzieren
Promotion finanzieren, die wichtigsten Optionen
Eine Promotion zu finanzieren, erfordert eine verlässliche Finanzierungsgrundlage; Dauer und Kosten des Vorhabens unterscheiden sich je nach Fach, Promotionsordnung und Arbeitsumfang. Hier finden Sie gängige Modelle mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen.
Finanzierungsmöglichkeiten im Überblick
- Promotionsstelle am Lehrstuhl: wissenschaftliche Mitarbeiterstelle, häufig in Teilzeit.
- Stipendium: Förderung durch Begabtenförderwerke oder ein Promotionsstipendium des Lehrstuhls.
- Drittmittel-Projekt: Stelle in einem extern geförderten Forschungsprojekt, etwa der DFG oder anderer Förderinstitutionen.
- Industrie-Promotion: Stelle in einem Unternehmen, Promotion parallel.
- Eigener Job (extern promovieren): Vollzeit-Job, Promotion nebenbei.
Wissenschaftliche Mitarbeiterstelle am Lehrstuhl
An vielen Hochschulen sind Promovierende als wissenschaftliche Mitarbeitende beschäftigt, oft in einer nach TV-L vergüteten Stelle. Vorteil: Arbeit am Lehrstuhl mit direktem Austausch zur Betreuung. Nachteil: Zusätzliche Aufgaben in Lehre, Verwaltung und anderen Projekten können den Fortschritt der eigenen Dissertation verlangsamen.
Stipendium
Begabtenförderwerke wie die Studienstiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung oder die Friedrich-Ebert-Stiftung können monatliche Förderungen und weitere Zuschläge gewähren. Förderhöhe, Voraussetzungen und Laufzeit unterscheiden sich je nach Programm. Vorteil: mehr Zeit für die Dissertation. Nachteil: Die Bewerbung ist aufwendig und eine Förderung nicht garantiert.
Drittmittel-Projekt
Hierbei handelt es sich um ein Forschungsprojekt mit externer Finanzierung. Ob die Arbeit im Projekt zum Thema der Dissertation passt, hängt von der Stelle und der Betreuungsvereinbarung ab. Vorteil: Das Projekt kann Ressourcen und einen fachlichen Rahmen bieten. Nachteil: Der Projektplan setzt zeitliche und inhaltliche Vorgaben.
Industrie-Promotion
Sie sind bei einem Unternehmen angestellt, oft im FuE-Bereich, und führen die Promotion parallel zur beruflichen Tätigkeit durch. Hochschule und Unternehmen müssen Zuständigkeiten, Veröffentlichungen und die Betreuung klar abstimmen. Vorteil: Praxisbezug. Nachteil: Vertrauliche Daten, ein möglicher Sperrvermerk und Zielkonflikte zwischen Unternehmen und Hochschule.
Externe Promotion
Sie arbeiten in Vollzeit und verfassen die Dissertation neben dem Beruf. Vorteil: finanzielle Sicherheit und Berufserfahrung. Nachteil: hohe zeitliche Belastung; die Promotionsdauer kann sich dadurch verlängern.
Vergleich
Promotionsstelle: Vergütung, Stellenumfang, Laufzeit und Lehrbelastung richten sich nach Ausschreibung, Tarifvertrag und Fach.
Stipendium: Förderhöhe, Förderzeit und Nebenbedingungen unterscheiden sich je nach Förderwerk und Programm.
Drittmittel: Vergütung, Laufzeit und die Passung von Projekt und Dissertation ergeben sich aus der jeweiligen Ausschreibung.
Industrie: Vergütung, Arbeitszeit und Promotionsdauer hängen von Unternehmen, Vertrag und Promotionsvereinbarung ab.
Extern: Das Einkommen stammt in der Regel aus dem Beruf; die zeitliche Belastung und die Promotionsdauer variieren.
Stipendien-Anbieter
- Studienstiftung des deutschen Volkes.
- Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU-nah).
- Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD-nah).
- Heinrich-Böll-Stiftung (grünennah).
- Heinrich-Böll-Stiftung (grünennah).
- Hans-Böckler-Stiftung (Gewerkschaftsnah).
- DAAD (Auslandspromotion).
Häufige Fragen
Mehr im Hub Promotion.
