Maturaarbeit und VWA erfolgreich schreiben
Maturaarbeit / Vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) – Anleitung
Maturaarbeit (Schweiz) und Vorwissenschaftliche Arbeit (Österreich) zählen zu den ersten größeren wissenschaftlichen Arbeiten, die noch vor dem Studium anstehen. Der Anspruch bleibt unter dem einer Bachelorarbeit, das grundsätzliche Vorgehen ist jedoch vergleichbar. Auf dieser Seite bekommst du Aufbau, Themenfindung und konkrete Tipps für Schülerinnen und Schüler in der Schweiz und in Österreich. So gelingt es dir, deine Maturaarbeit oder VWA erfolgreich zu schreiben.
Was ist eine Maturaarbeit / VWA?
In der Schweiz trägt sie den Namen Maturaarbeit, in Österreich spricht man von der VWA (Vorwissenschaftliche Arbeit). In beiden Ländern handelt es sich um eine verpflichtende, eigenständig verfasste Arbeit in den letzten Schuljahren vor Matura beziehungsweise Reifeprüfung. Beim Umfang rechnet man in der Schweiz mit 25–40 Seiten, in Österreich mit 40.000–60.000 Zeichen. Das Ergebnis fließt in die Schlussbewertung ein. An HTL und HAK übernimmt diese Rolle die Diplomarbeit HTL & HAK, an Berufsmaturitätsschulen die IDPA Berufsmatura.
Update Österreich: Aus der VWA wird die „Abschließende Arbeit" (ABA)
Wichtig für österreichische Maturantinnen und Maturanten: Die klassische VWA wurde grundlegend reformiert. Seit dem Schuljahr 2024/25 lautet ihr offizieller Name Abschließende Arbeit (ABA), und ab dem Haupttermin 2026 ist sie an der AHS freiwillig. Wer sich gegen die ABA entscheidet, legt dafür eine zusätzliche Klausur oder eine mündliche Prüfung ab. Ein wesentlicher Auslöser der Reform war der Umgang mit generativer KI.
Inhaltlich bleibt die Arbeit eine eigenständige, wissenschaftspropädeutische Leistung mit Betreuung und abschließender Präsentation. Wer sie wählt, profitiert nach wie vor von einem sprachlichen Feinschliff kurz vor der Abgabe. An HTL, HAK und weiteren berufsbildenden höheren Schulen bleibt die Diplomarbeit HTL & HAK als Abschlussarbeit hingegen verpflichtend.
Standardaufbau
- Deckblatt
- Inhaltsverzeichnis
- Einleitung mit Forschungsfrage
- Theoretischer Hintergrund
- Hauptteil (Methodik / eigene Untersuchung)
- Ergebnisse
- Diskussion / Reflexion
- Fazit
- Literaturverzeichnis
- Eidesstattliche Erklärung
- Anhang

Themenfindung
- Starte bei einem Thema, das dich persönlich wirklich interessiert.
- Grenze es klar ein: nicht „Klimawandel", sondern „Auswirkungen der Klimakrise auf einen alpinen Skiort".
- Stimme die Idee frühzeitig mit deiner Betreuungsperson ab.
- Achte darauf, dass sich das Thema realistisch in 6–9 Monaten bearbeiten lässt.
Methoden
Im schulischen Rahmen sind vor allem diese Methoden verbreitet:
- Literaturarbeit auf Basis von Büchern, Artikeln und seriösen Online-Quellen.
- Interviews mit Fachleuten und Expertinnen.
- Eine kleine Online-Befragung im eigenen Bekanntenkreis.
- Eigene Beobachtungen, Experimente oder Fallstudien.
Zitierweise
Üblich sind Harvard oder die Deutsche Zitierweise mit Fußnoten. Wirf zuerst einen Blick in die Vorgaben deiner Schule und bleibe dann konsequent bei einer Variante. Eine Übersicht bietet der Hub Zitierweisen. Steht der Text schließlich, sorgt das Maturaarbeit Lektorat für den sprachlichen Feinschliff vor der Abgabe.

Häufige Fehler
- Ein zu groß gewähltes Thema, das sich in der Zeit nicht beantworten lässt.
- Wikipedia als einzige Quelle.
- Plagiate, denn auch in der Schule wird geprüft.
- Tippfehler und eine unsaubere Formatierung.
Weitere Einordnung liefert der Hub Textsorten. Auch für Maturaarbeit und VWA lohnt sich ein professioneller Blick: Lektorat ab 4,90 € pro Normseite.
Bewertungskriterien Maturaarbeit und VWA
Die Bewertung einer Maturaarbeit oder vorwissenschaftlichen Arbeit (VWA) gliedert sich in Österreich und der Schweiz meist in vier Bereiche: Inhalt, Struktur, Sprache und Form. Inhaltlich zählen die Forschungsfrage, die Eigenleistung und der souveräne Umgang mit Quellen. Wer bloß Bekanntes wiedergibt und auf eine eigene Analyse verzichtet, büßt hier spürbar Punkte ein.
Strukturell heißt das: Einleitung, Hauptteil und Schluss müssen klar erkennbar sein, mit nachvollziehbaren Übergängen zwischen den Kapiteln. Auf sprachlicher Ebene zählen Klarheit, ein sicherer Umgang mit Fachbegriffen und der Stil. Die Maturaarbeit bewegt sich nicht auf Universitätsniveau, verlangt aber trotzdem einen sachlich-neutralen Ton ohne Umgangssprache.
Formal gelten klare Vorgaben: Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, durchgehende Seitenzahlen, eine einheitliche Zitierweise und ein Literaturverzeichnis. Ob du nach APA, Chicago oder einem hauseigenen Stil zitierst, richtet sich nach deiner Schule, kläre das also früh mit der Betreuung. Zu den typischen Fehlern gehören uneinheitliches Zitieren, fehlende Quellenangaben unter Abbildungen und ein zu langer Theorieteil ohne eigene Untersuchung. Plane mindestens zwei Wochen für die Schlussredaktion ein, denn Tippfehler in der VWA fallen in der mündlichen Präsentation umso stärker auf.
Wer ganz sichergehen möchte, lässt die Arbeit professionell Korrektur lesen oder prüft sie über einen KI-Detektor auf KI-Inhalte, denn Eigenständigkeitserklärungen werden immer ernster genommen. Reserviere außerdem Zeit für die mündliche Präsentation der Maturaarbeit oder VWA. Selbst eine inhaltlich starke Arbeit büßt in der Verteidigung viel ein, wenn der Vortrag unvorbereitet wirkt: Erstelle die Folien rechtzeitig und probe den Ablauf mindestens dreimal.