Maturaarbeit und VWA erfolgreich schreiben

Maturaarbeit / Vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) – Anleitung

Lesezeit ca. 5 Min. · zuletzt aktualisiert: 26. April 2026 · alle Textsorten

Maturaarbeit (Schweiz) und Vorwissenschaftliche Arbeit (Österreich) sind die ersten größeren wissenschaftlichen Arbeiten vor dem Studium. Der Anspruch ist niedriger als bei einer Bachelorarbeit, das Vorgehen aber ähnlich. Wir zeigen Aufbau, Themenfindung und Tipps für Schweizer und österreichische Schüler*innen.

Was ist eine Maturaarbeit / VWA?

In der Schweiz heißt sie Maturaarbeit, in Österreich VWA (Vorwissenschaftliche Arbeit). Beide sind verpflichtende selbstständige Arbeiten in den letzten Schuljahren vor der Matura/Reifeprüfung. Umfang: 25–40 Seiten in CH, 40.000–60.000 Zeichen in AT. Die Arbeit zählt zur Schlussbewertung.

Standardaufbau

  1. Deckblatt
  2. Inhaltsverzeichnis
  3. Einleitung mit Forschungsfrage
  4. Theoretischer Hintergrund
  5. Hauptteil (Methodik / eigene Untersuchung)
  6. Ergebnisse
  7. Diskussion / Reflexion
  8. Fazit
  9. Literaturverzeichnis
  10. Eidesstattliche Erklärung
  11. Anhang

Themenfindung

Methoden

Im Schul-Kontext üblich:

Zitierweise

Meist Harvard oder die Deutsche Zitierweise mit Fußnoten. Schau in den Vorgaben deiner Schule. Mehr im Hub Zitierweisen.

Häufige Fehler

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Bewertungskriterien Maturaarbeit und VWA

Die Bewertung einer Maturaarbeit oder vorwissenschaftlichen Arbeit (VWA) verteilt sich in Österreich und der Schweiz typischerweise auf vier Bereiche: Inhalt, Struktur, Sprache und Form. Inhaltlich zählen Forschungsfrage, Eigenleistung und der Umgang mit Quellen. Wer nur referiert, ohne eigene Analyse, verliert hier deutlich. Strukturell sollten Einleitung, Hauptteil und Schluss klar erkennbar sein, mit logischen Übergängen zwischen den Kapiteln. Sprachlich werden Klarheit, Fachbegriffe und Stil bewertet – die Maturaarbeit ist keine Hausarbeit auf Universitätsniveau, aber sie verlangt einen sachlich-neutralen Stil ohne Umgangssprache.

Formal gelten klare Vorgaben: Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, durchgehende Seitenzahlen, einheitliche Zitierweise und ein Literaturverzeichnis. Ob du nach APA, Chicago oder einem hauseigenen Stil zitierst, hängt von deiner Schule ab – kläre das früh mit der Betreuung. Häufige Fehler: uneinheitliche Zitierung, fehlende Quellenangaben in Bildunterschriften und ein zu langer theoretischer Teil ohne eigene Untersuchung. Plane mindestens zwei Wochen für die Schlussredaktion ein – Tippfehler in der VWA wirken in der mündlichen Präsentation umso schwerer. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt die Arbeit professionell Korrektur lesen oder über einen KI-Detektor auf KI-Inhalte prüfen, denn Eigenständigkeitserklärungen werden zunehmend ernst genommen. Reserviere zusätzlich Zeit für die mündliche Präsentation der Maturaarbeit oder VWA. Eine inhaltlich gute Arbeit kann in der Verteidigung deutlich an Wert verlieren, wenn der Vortrag unvorbereitet wirkt – also Folien rechtzeitig erstellen und mindestens dreimal proben.

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Häufige Fragen zur Maturaarbeit / VWA

Wie unterscheidet sich die Maturaarbeit von einer Bachelorarbeit?

Niveau ist niedriger – Schule vs. Hochschule. Anforderungen an Quellen, Methodik und Tiefe sind geringer. Das Format (Aufbau, Zitation, Eidesstattliche) ist aber ähnlich.

Welche Zitierweise nehme ich?

Schule fragen. Oft Harvard, manchmal Deutsche Zitierweise. Auf jeden Fall konsequent eine Form.

Brauche ich Plagiatsprüfung?

Viele Schulen führen sie automatisch durch. Eigene Prüfung vor Abgabe lohnt sich – mehr in der Plagiatsprüfung.

Wie viele Quellen brauche ich?

15–30 ist Standard. Mischung aus Büchern, Fachartikeln und qualitativen Internetquellen.

Wer betreut die Arbeit?

Eine Lehrperson aus deiner Schule. Wahl erfolgt meist im vorletzten Schuljahr.