Selbstplagiat: Definition und Beispiele erklärt
Selbstplagiat – wann eigene Texte zum Problem werden
„Wenn ich meinen eigenen Text wiederverwende, ist das doch kein Problem?" – doch, oft schon. Selbstplagiat ist die Wiederverwendung eigener früherer Texte ohne Quellenangabe. An vielen Hochschulen gilt das als Täuschungsversuch.
Was ist Selbstplagiat?
Wenn du Passagen aus einer früheren eigenen Arbeit (Hausarbeit, Seminararbeit, Bachelorarbeit) ohne Quellenangabe in eine neue Arbeit einbaust. Auch: derselbe Text wird in zwei verschiedenen Modulen oder zwei verschiedenen Universitäten als „neu" eingereicht.
Wann ist es ein Problem?
- Wenn du dieselbe Arbeit zweimal abgibst (klare Täuschung).
- Wenn du Passagen aus einer früheren Arbeit ohne Hinweis in eine neue übernimmst.
- Wenn du in einer Bachelorarbeit aus deiner Hausarbeit zitierst, ohne sie als Quelle zu nennen.
Wann ist es kein Problem?
- Wenn du klar zitierst und deine frühere Arbeit als Quelle angibst.
- Wenn du aus deiner unveröffentlichten Hausarbeit eine kurze Idee weiterentwickelst (vorab beim Lehrstuhl klären).
- Wenn die frühere Arbeit veröffentlicht ist und du sie korrekt zitierst.
Beispiel
Falsch (Selbstplagiat): Du übernimmst eine 5-Seiten-Theorie-Sektion aus deiner Bachelorarbeit in deine Masterarbeit ohne Hinweis.
Richtig: Du übernimmst Teile, kennzeichnest sie und schreibst „Vgl. eigene Bachelorarbeit, Müller 2024, S. 12–17."
Wie geht der Lehrstuhl damit um?
Plagiatssoftware findet auch deine eigenen früheren Texte – wenn diese in einer Datenbank stehen. Bei wiederholtem Einreichen derselben Texte wird das als Täuschung gewertet.
Tipps zur Vermeidung
- Eigene frühere Arbeiten zitieren, wenn du Inhalte übernimmst.
- Bei größerer Übernahme: Lehrstuhl vorab fragen.
- Hauptidee einer früheren Arbeit nicht 1:1 in einer neuen Arbeit verwenden.
- Bei Modulwiederholungen: neue Texte schreiben.
Mehr im Hub Plagiat-Untertypen. Vor Abgabe Plagiatsprüfung nutzen.