Abkürzungsverzeichnis Bachelorarbeit

Abkürzungsverzeichnis der Bachelorarbeit

Lesezeit ca. 4 Min. · zuletzt aktualisiert: 26. April 2026 · alle Bestandteile

Das Abkürzungsverzeichnis listet alle Abkürzungen auf, die du in deiner Bachelorarbeit verwendest – alphabetisch sortiert, mit Erklärung. Es steht nach dem Inhaltsverzeichnis und vor dem ersten Kapitel, manchmal vor dem Abbildungsverzeichnis. Klingt simpel, hat aber feste Regeln: Welche Abkürzungen rein müssen, welche nicht, und wie es formal sauber aussieht – das zeigen wir dir hier.

Welche Abkürzungen müssen rein?

Im Abkürzungsverzeichnis stehen alle fachspezifischen oder ungewöhnlichen Abkürzungen, die du in deiner Arbeit verwendest. Allgemein bekannte Abkürzungen wie „z. B.", „d. h.", „etc." oder „usw." gehören nicht ins Verzeichnis – die kennt jede Leserin.

Reingehören:

Aufbau des Abkürzungsverzeichnisses

Standard: zwei Spalten – links die Abkürzung, rechts die Vollform. Alphabetisch sortiert nach der Abkürzung.

BIP – Bruttoinlandsprodukt
DSGVO – Datenschutz-Grundverordnung
EZB – Europäische Zentralbank
SPSS – Statistical Package for the Social Sciences

Wie nutze ich Abkürzungen im Text?

Beim ersten Vorkommen schreibst du die Vollform aus und setzt die Abkürzung in Klammern dahinter. Danach reicht die Abkürzung allein.

Erste Erwähnung: „Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) regelt seit 2018…"

Folgende Erwähnungen: „Die DSGVO gibt Konsumenten das Recht…"

Word-Tipps für das Abkürzungsverzeichnis

Word hat keine eingebaute Funktion für Abkürzungsverzeichnisse, anders als für Inhalts- und Abbildungsverzeichnisse. Du baust es manuell – meistens als zweispaltige Tabelle (mit unsichtbaren Rahmen) oder mit Tabulatoren.

Praktisch: Schreib das Verzeichnis am Ende der Arbeit. Wenn du jetzt schon weißt, dass „DSGVO" und „SPSS" vorkommen werden, ist Notieren in einer separaten Liste während des Schreibens hilfreich – und am Ende sortierst du alphabetisch und überträgst sie ins Verzeichnis.

Häufige Fehler im Abkürzungsverzeichnis

Mehr typische Stolperfallen findest du im Beitrag zu häufigen Fehlern in Bachelorarbeit und Masterarbeit. Im professionellen Lektorat wird das Abkürzungsverzeichnis automatisch gegen den Text abgeglichen – wir markieren fehlende oder überzählige Einträge.

Du willst sicher sein, dass dein Abkürzungsverzeichnis vollständig und konsistent zum Text ist? Lektorat ab 0,29 € pro Normseite.

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Häufige Fragen zum Abkürzungsverzeichnis

Brauche ich überhaupt ein Abkürzungsverzeichnis?

Wenn du fachspezifische Abkürzungen verwendest: ja. Wenn du nur Standard-Abkürzungen wie „z. B." oder „etc." nutzt: nein. Bei einer technischen oder juristischen Bachelorarbeit ist es fast immer Pflicht. Bei einer reinen Geistes-Arbeit ohne Fachabkürzungen verzichtbar.

Wo steht das Abkürzungsverzeichnis im Aufbau?

Nach dem Inhaltsverzeichnis, vor dem Abbildungs- und Tabellenverzeichnis. Manche Lehrstühle setzen es am Ende der Verzeichnisse – Hauptsache, vor der Einleitung.

Sortiere ich nach Abkürzung oder nach Vollform?

Alphabetisch nach der Abkürzung. „BIP" steht vor „DSGVO". Die Vollform ist nur die Erklärung in der zweiten Spalte. Manche Leitfäden weichen davon ab – schau im Zweifel nach.

Was ist mit Symbolen wie € oder %?

Symbole gehören nicht ins Abkürzungsverzeichnis, sondern – falls Pflicht – in ein eigenes Symbolverzeichnis. Das ist in technischen Arbeiten und Naturwissenschaften häufig, in Sozialwissenschaften und Geisteswissenschaften selten.

Muss jede Abkürzung im Verzeichnis auch im Text erklärt werden?

Ja. Auch wenn das Verzeichnis existiert, schreibst du die Vollform beim ersten Auftreten im Text aus – die Verzeichnis-Erklärung ist nur Backup, nicht Ersatz für die Erklärung im Fließtext.